Vermitteln & Vernetzen
Deutschland und Österreich
Forschung und Lehre

CONNEX - Vernetzung junger Wissenschaftler*innen

Seit rund drei Jahren bietet die Dr. Hans Riegel-Stiftung jungen Wissenschaftler*innen aus wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen, die in Deutschland und Österreich tätig sind, eine Förderung zum aktiven Aufbau eines wissenschaftlichen Netzwerkes. Hierzu zählen neben Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit ihren Subdisziplinen auch Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftschemie, Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsgeografie und Wirtschaftspädagogik.

Auch, wenn im Jahr 2021 der Fokus weiterhin eher auf der Covid-19-Sonderförderung lag, konnten einige sehr interessant Projekte im ursprünglichen Connex-Feld unterstützt werden. Im Folgenden werden zwei Förderbeispiele vorgestellt: 

Wir haben uns sehr gefreut, nach zweimaligem Aufschub aufgrund der Corona-Pandemie unseren Workshop zu „Policy and Societal Problems“ vom 20.-22. November 2021 in Engelberg-Trübsee (Schweiz) abhalten zu können. Wir konnten insgesamt 12 junge und Forscher*innen aus 7 Ländern zusammenbringen, um über aktuelle Forschungspapiere zu diskutieren und unser Forschungsnetzwerk zu erweitern. Die Teilnehmenden kamen aus renommierten Universitäten und insgesamt 7 Ländern (darunter beispielsweise die Universität Zürich, das European University Institute in Florenz, die New York University in Abu Dhabi). Das Feedback der Teilnehmenden war sehr positiv und die Gruppe hat schnell eine produktive und offene Dynamik entwickelt. Der Stimmung am Ende des Workshops konnte klar entnommen werden, dass sich die Nachwuchswissenschaftler*innen auch gerne in Zukunft in regelmäßigen Abständen über ihre Forschung austauschen möchten.

Kristina Strohmaier, Junior Professorin Universität Tübingen

Workshop on Policy and Societal Problems

Vier engagierte junge Wissenschaftler*innen, die noch am Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen, wollten einen 2-tägigen Workshop für Nachwuchswissenschaftler*innen organisieren, der besonders konstruktivem Feedback und Diskurs mehr Zeit einräumt. Während für konstruktives Feedback auf großen internationalen Konferenzen nur wenig Zeit bleibt, sollte in einem kleineren Format mit maximal 15 Teilnehmern*innen Raum für einen offenen Diskurs entstehen. Anstelle der sonst lediglich 25 Minuten, die einem auf großen Konferenzen für den Vortrag (inklusive Diskussion) gewährt werden, wurde pro Studie ein Zeitrahmen von mindestens 45 Minuten eingeplant. Die Forschungsschwerpunkte der Gruppe liegen im Bereich der angewandten Mikroökonomie und Mikröökonometrie sowie der Analyse von Mikrodaten. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Gesundheits- und Bildungsökonomik sowie der Finanzwissenschaft und Politischen Ökonomie.

Das langfristige Ziel ist es, eine Gruppe diverser Nachwuchswissenschaftler*innen im Bereich der Wirtschaftswissenschaften zu bilden, welche sich in Zukunft regelmäßig austauscht und kollaboriert.

Referent*innen und Themen:

Bild: Shutterstock

„Einflussfaktoren auf Verarbeitung und Verifizierung von Fake News - Datenerhebung und Forschungstreffen“

Die drei Nachwuchswissenschaftler J.Prof. Dr. Simon Trang, J.Prof. Dr. Welf Weiger (beide Georg-August-Universität Göttingen) und Dr. Ilja Nastjuk (International Collage Of Management Sydney) untersuchten aus interdisziplinärer Perspektive die Viralität von Fake News in Sozialen Medien. Es wurde der Frage nachgegangen, welchen Einfluss Emotionalität auf die kognitive Verarbeitung und Verifizierung von (vermeintlichen) Nachrichten haben. Die CONNEX-Förderung hat es ermöglicht, dass die Studien wie geplant durchgeführt werden konnten. Dies umfasste die Analysen historischer Daten und die Durchführung einer Feldstudie. Die Erkenntnisse aus der historischen Analyse sind in einem Forschungsbericht zusammengefasst, der bereits veröffentlicht wurde. Das hierfür notwendige Treffen konnte ebenfalls wie geplant durchgeführt werden. Die Verwertung der empirischen Daten im Rahmen der aufbauenden Feldstudie ist noch im Gange.

© 2021. Dr. Hans Riegel Stiftung