TouchTomorrow
Bonn
Bildung

Das TouchTomorrow-Lab als Teil der "Mission KI" im Deutschen Museum Bonn

Im April 2021 öffnete das TouchTomorrow-Lab seine Türen und steht seit dem kleinen sowie großen Besucher*innen als Zukunftslabor zur Verfügung. Die ca. 100m² großen Räumlichkeiten werden zudem als Workshop- und Seminarraum u. a. für den Open Roberta Coding Hub des Fraunhofer IAIS genutzt. 

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung fördert das Deutsche Museum Bonn bereits seit dem Jahr 2018 in der Basisfinanzierung. Hintergrund ist, dass es sich keinesfalls um einen passiv-musealen Betrieb handelt, sondern um eine dynamische, generationsübergreifende Wirkungsstätte, die sehr stark von Mitmachaktionen für Kinder und auch Erwachsene geprägt ist. Als solche besitzt das Museum eine herausragende Bedeutung in der Region. Nach 25 Jahren erfindet sich das Traditionshaus neu, um mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalens und der Dr. Hans Riegel-Stiftung der zentrale Erlebnisort für Künstliche Intelligenz in Nordrhein-Westfalen zu werden. Es will damit seine Rolle als lebendiges Haus der Wissenschafts- und Technikvermittlung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz ausbauen und stärken.

Die Digitalisierung und vor allem die Schlüsseltechnologie »Künstliche Intelligenz« durchdringt in immer stärkerem Maße alle Lebensbereiche. Es braucht daher einen Ort, an dem sich die Öffentlichkeit mit den Grundlagen, den Chancen und Herausforderungen der KI anschaulich auseinandersetzen kann. Und es braucht ein Forum des offenen Dialogs zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft. Das ist wichtig für unsere Innovationskultur, die wirtschaftliche Entwicklung, aber auch für die Stabilisierung unserer Demokratie.

Im Jahr 2021 konnten große Fortschritte auf dem gemeinsamen Weg erreicht werden. 

„Ziel dieser Mission ist der Dialog auf Augenhöhe und die aktive Einbeziehung unserer Besucherinnen und Besucher, aber auch von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Wir wollen ein spannender und unterhaltsamer Informationsort für alle sein. Nur wenn wir offen über die Potentiale aber auch Risiken der Zukunftstechnologie KI reden, können wir gemeinsam die richtigen Weichen stellen. Der erste Erlebnisraum zum Thema KI ist fertig. An aktuellen Anwendungsbeispielen zur Robotik, Bilderkennung, Cyberkriminalität, der Entwicklung des autonomen Fahrens, der Ambivalenz von Sprachassistenten oder »künstlicher Kreativität« wird die Künstliche Intelligenz erlebbar. Moderierte Einführungsrunden in kleinen Gruppen gehen zentralen Fragen nach, z.B. wie intelligent sind Maschinen eigentlich und wo kommen wir mit dieser Technologie in Berührung? Klaut KI den Arbeitsplatz oder eröffnet es ungeahnte wirtschaftliche Möglichkeiten?

Außerdem konnten wir im April 2021 das TouchTomorrow-Lab in Betrieb nehmen, was u. a. für unser Workshop- und Seminarangebot eine große Bereicherung ist.“ 

Dr. Andrea Niehaus, Leitung Deutsches Museum Bonn

Impressionen aus der Testphase des TouchTomorrow-Labs

Fotos: DMB / Eric Lichtenscheidt

TouchTomorrow meets "Open Roberta Lab" und "Open Roberta Coding Hub"

Seit rund vier Jahren arbeiten das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informations-systeme IAIS und die Dr. Hans Riegel-Stiftung im Rahmen ihrer Projekte „Open Roberta®“ und „TouchTomorrow“ zusammen, um junge Menschen für Coding & Co. zu begeistern. Das jüngste Ergebnis der Zusammenarbeit ist die erste 3D-Simulation des humanoiden Roboters NAO für die Open-Source-Plattform „Open Roberta® Lab“. NAO ist mit Anschaffungskosten von mehreren tausend Euro im Vergleich zu anderen Mikrocontrollern und Hardware-Systemen wie Calliope mini oder LEGO® Mindstorms® sehr teuer und deshalb in Privathaushalten oder auch in Schulen kaum vertreten. Ab sofort haben Open-Roberta-Fans die Möglichkeit, die anschaulichen Programmiermöglichkeiten des NAO in einer 3D-Simulation auszuprobieren und zu erlernen. Schon jetzt ist das Open Roberta Lab in zwanzig Sprachen verfügbar und wird in über 100 Ländern von ca. 500.000 Personen pro Monat genutzt – mit dem 3D-Roboter steigt die Attraktivität der Programmierplattform um ein weiteres Highlight. Mehr dazu auf: https://lab.open-roberta.org/ 

Das Deutsche Museum Bonn ist eins von fünf „Open Roberta Coding Hubs“ in NRW. Dies sind außerschulische Lernorte, die mit Hardware wie Robotern und Laptops ausgestattet und deren Personal vom Roberta-Team des Fraunhofer IAIS vor Ort zu Roberta-Teachern ausgebildet werden. Das TouchTomorrow-Lab im Deutschen Museum Bonn bietet eine ideale Kulisse für die diversen Workshops in diesem Kontext. Mehr dazu auf: https://www.deutsches-museum.de/bonn/programm/veranstaltung/open-roberta-coding-hub 

Impressionen aus "Open Roberta Coding Hub" Workshops:

Fotos: DMB / Eric Lichtenscheidt

© 2021. Dr. Hans Riegel Stiftung