Wie würden Sie das Jahr 2020 in einem Satz zusammenfassen?

Turbulent, voller Abschiede und Neubeginne mit einem Funken Hoffnung auf bessere Zeiten.

 

Welchen Einfluss hatte Corona auf Ihre Arbeit in der Kita und wie haben Sie die Herausforderungen gemeistert?

Wir konnten nicht mehr nach unserem geliebten offenen Konzept mit den Kindern, Eltern und Mitarbeitern handeln, da es dabei zu zu vielen Mischungen gekommen wäre und somit Infektionswege nicht mehr ersichtlich gewesen wären. Durch räumliche Gegebenheiten waren wir somit gezwungen, unsere eigentlich vier Lerngruppen im Kindergartenbereich in nur noch 3 Stammgruppen aufzuteilen. Diese Stammgruppen haben wir altersangeglichen mit jeweils 25 Kindern bestückt, um somit immerhin altersorientiert mit den Kindern dennoch kleine Projekte erarbeiten zu können.

 

Gibt es Begegnungen mit Kindern und/oder Eltern, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Unsere Kinder belastet natürlich auch die Situation, dass sie sich nicht mehr frei in der Kita in verschiedenen Räumen mit ihren Freunden bewegen oder uns überhaupt nicht mehr regelmäßig besuchen können. Da aber weniger Kinder da sind, kann man auch die ein oder anderen Gruppenregel, welche sonst beachtet wird, wenn alle Kinder da sind, etwas lockerer handhaben. Unsre Kids sagen hierzu selbst: „Es ist Corona, da ist eben alles ein bisschen anders!“ Es ist schön, den Optimismus der Kinder in solchen Aussagen oder in Aussagen wie „Wenn die Corinna (gemeint ist Corona) dann mal wieder weg ist, dann …” zu entdecken!

© 2021. Dr. Hans Riegel Stiftung